Großes Hoffest im Apfelparadies – Kirschen & Aprikosen selbst pflücken
Shownotes
Obstbauer Bernd Schumacher kann mit Kirschen sprechen. Zumindest fast: Im Apfelparadies in Tönisvorst-Huverheide helfen moderne Wetter- und Sensortechnik dabei, den Obstbäumen genau "zuzuhören" – und zur richtigen Zeit zu reagieren.
In dieser Folge von „Frisch & Verwurzelt – Hofgeschichten vom Niederrhein" erfährt Moderator Thorsten Sleegers alles über den traditionsreichen Hof und die Leidenschaft für gutes Obst. Es geht um Äpfel, Aprikosen und Kirschen mit überraschend unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, um die Herausforderungen im Obstbau und um die Erfahrungen, die Bernd als Vater und Familienunternehmer über die Jahre gesammelt hat.
Eine sehr persönliche Hofgeschichte über Familientradition, Natur, moderne Technik und die Liebe zu regionalen Produkten. Denn das Besondere: Das geerntete Obst wird nicht nur verkauft, sondern auch auf dem Familienhof weiterverarbeitet. So entstehen, Säfte, Schorlen, Marmeladen - und es gibt sogar eine eigene Hofbäckerei.
Passend dazu lädt das Apfelparadies vom 3. bis 5. Juli zu den Kirsch- und Aprikosen-Erlebnistagen ein – mit Selbstpflücken, vielen Genussmomenten und einem großen Familienprogramm für kleine und große Besucher.
Hier gibt es mehr Informationen zu den Produkten im Apfelparadies.
Adresse:
Apfelparadies Obstbau
Huverheide 30
47918 Tönisvorst
Kirsch- & Aprikosen Erlebnistag -Sonderverkauf - Genießen & Spaß für die ganze Familie!
Selbstpflücke Aprikosen (pro kg 5,50 Euro, ab 5 kg 5 Euro/kg)
Selbstpflücke Süsskirschen (pro kg 8,50 Euro, ab 5 kg 8,00 Euro/kg)
Freitag, 03.07.2026 9:00 bis 18:00 Uhr
Samstag, 04.07.2026 9:00 bis 18:00 Uhr
Sonntag, 05.07.2026 9.00 bis 18:00 Uhr
Hüpfburg, Kirschkernweitspucken, Torwand schießen, Traktor fahren, Hofeigene Produkte, leckeres aus der Hofbäckerei
HINWEIS! Nur solange der Vorrat reicht! Es kann sein, dass die Plantage früher leergepflückt ist! Unvorhersehbare Dinge wie z. B. Unwetter, Hagel, Trockenheit, Schädlinge können nie ausgeschlossen werden.
Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:00: Mmh, so schmeckt Heimat.
00:00:02: Vom Feld direkt auf den Tisch zwischen Obstbaum,
00:00:06: Spargelbeet
00:00:06: und saisonerler Küche Torstenzligas erntet Hofgeschichten vom Niederrhein unsere Landwirtschaft unsere Region frisch und verwurzelt.
00:00:16: An diesem Wochenende wird es auf der Huferheit in Thönesforz besonders lebendig.
00:00:21: Beim Kirsch- und Aprikosenerlebnistag wird nämlich gepflückt, es wird probiert gebacken gespielt und natürlich geht es um das was diesen Ort so besonders macht.
00:00:30: ja richtig gutes Obst direkt vom Hof und darum wollen wir das ganze natürlich mal ein bisschen Bewerben sage ich mal, Bernd Schumacher ist bei mir.
00:00:38: Herzlich willkommen!
00:00:39: Hallo,
00:00:39: grüß dich!
00:00:40: Also ich freue mich sehr dass wir beide jetzt zusammensitzen und wir müssen mal kurz erzählen bevor wir uns hier ans Mikro geschwungen haben und jetzt bei einer kühlen Schorle zusammesitzen.
00:00:48: da haben wir eine kleine Runde mal über das... Ich bin bei einem riesigen Anwesen gedreht.
00:00:52: über fünfzig Hektar?
00:00:54: Ja richtig ja fünffünfzig um genau zu sein ja
00:00:57: Genau.
00:00:58: Und es ist ja Wahnsinn was da alles wächst.
00:01:00: und ich glaube viele der Besucher die jetzt am Wochenende zu euch kommen Die denken natürlich auch mein Gott So oft dran vorbeigefahren und niemals so richtig in die Felder geguckt, so ist mir auch gegangen bzw.
00:01:09: in die Plantagen.
00:01:11: Ja wenn man an so einem Tag zu euch kommt das ist natürlich für die Besucher sehr entspannend.
00:01:16: aber wie lange laufen bei euch die Vorbereitungen?
00:01:18: Für so ein Erlebnishof fest eigentlich?
00:01:21: Tja tatsächlich dass es vielleicht das Problem gar nicht so lange.
00:01:24: also wir sind wirklich auf vollen der Kirschen Aprikosenernte gerade Und ich habe mir gesagt, okay, ich fange eine Woche vor an zu organisieren.
00:01:30: Also das ist jetzt schon wirklich ein bisschen Hardcore und ich weiß noch nicht so richtig was mich am Wochenende erwartet.
00:01:35: aber wir haben super Team hier!
00:01:37: Wir sind gut im Improvisier und die ganze Familie hilft mit und deswegen muss nochmal angeklotzt werden.
00:01:43: Aber ich sehe schon du bist sehr stressresistent.
00:01:45: also eine gute Laune zu haben bei so viel Stress das muss man ja auch erst mal einen Tag legen.
00:01:49: liegt es in der Familientradition dass das so easy Peasy, sag ich jetzt mal so Lapida gemacht wird.
00:01:56: Ich glaube meine Eltern haben es auch immer vorgelebt die waren ja auch Zeitlebens habe ich dir dabei beobachtet wie die Obstbauern sind die beiden und die Direktvermarktung aufgebaut haben Und sie haben sich nie vor uns gestritten.
00:02:07: und ich muss wirklich sagen Da habe ich vielleicht auch ein Stückchen von mitbekommen, dass ich jetzt das eher auch so locker sehe und ich kann auch manchmal gut mit neunzig Prozent.
00:02:14: Ich kann auch Aufgaben gut abgeben.
00:02:16: also das funst eigentlich schon und ich hab Anspruch.
00:02:19: ja den will ich haben.
00:02:20: aber ich denke dann immer lieber auf wenn man was nicht gut läuft.
00:02:23: ok nächstes mal besser abhaken
00:02:25: Ja, und Social Media läuft ja auch noch nebenbei.
00:02:27: Das ist ja auch so ein Alleinstellungsmerkmal.
00:02:29: Ich meine es gibt ja viele landwirtschaftliche Betriebe hier in unserer schönen Region, viele direkt Vermarkter.
00:02:34: aber ganz oft ist das Handy auf dem Feld dabei und dann wird mal kurz ein Insta-Real rausgehauen.
00:02:39: also das passt alles noch mit?
00:02:41: Ja, das stimmt!
00:02:41: Also ich meine man muss wirklich selber darf man sich irgendwann nicht verlieren weil man wirklich viele Aufgabenbereiche hat.
00:02:47: Überall so ein bisschen ist dann manchmal ja auch doof.
00:02:50: deswegen bin jetzt auch ganz klar dabei auch Aufgaben dann so zu verteilen.
00:02:54: Marketing macht, jetzt ein Familienmitglied von mir die das wirklich auch studiert hat in Köln und das merke ich direkt schon dass die das jetzt doch besser macht als ich vielleicht vor.
00:03:04: also nebenbei.
00:03:05: Also wenn man was professioneller machen kann ist dann auch mal ganz gut.
00:03:08: Ja aber es ist ja schön wenn man präsent ist, wenn man sich zeigt finde ich... Ja, macht ja auch so eine Bindung zu den Kunden oder zu potenziellen Kunden.
00:03:16: Wenn man schon sieht, ach Mensch guckt mal da steht der Bert Schumacher im Feld und erzählt mal was zur Aprikosen- und Kirschen?
00:03:22: Wir haben auf unserer kleinen Rundtour jetzt gerade die mich wirklich sehr beeindruckt hat weil ich gar nicht wusste dass es so unfassbar viele Sorten gibt Kirschen gesehen und aprikosen natürlich probiert das gehört natürlich dazu fand ich jetzt besonders klasse Und ich glaube für viele ist das ja schon was Besonderes, wenn die so mit den Kindern auch aufs Feld rauskommen.
00:03:39: Also ich denke jetzt vielleicht an die Familie, die in der Stadt wohnt und das Obst im Supermarkt holt und auf einmal kommen die hier zu euch können vom Baum pflücken und essen.
00:03:48: Wie ist da so die Reaktion?
00:03:49: Was beobachtet ihr da so?
00:03:51: Das ist schon wirklich klasse!
00:03:52: Ich meine dieses Erlebnis einfach selber am Baum zu stehen, die Frucht selber von einem Baum runterzunehmen, da reinzubeißen... ...und dann kommt meistens immer noch der H-Effekt ist ja doch leckerer als im Supermarkt oder so und das ist schon wirklich schön.
00:04:05: Und wie du eben schon gesagt hast, man fährt hier oft vorbei also wir liegen genau zwischen Furs und Sanktönes.
00:04:10: Man fährt meistens an der Landstraße da irgendwie rum und sieht gar nicht was in der Uferheide so abgeht sage ich jetzt mal und wenn die Leute dann die Wirtschaftswege einbiegen hierhin und dann sehen sie, ach guck mal was ist denn da reif?
00:04:22: Was wächst dann alles?
00:04:25: Das ist schon einfach klasse!
00:04:26: Wenn Sie dann auch wirklich mal hier in
00:04:29: der Wahnsinnig gasfreundlich.
00:04:31: So jetzt kam gerade dein Kollege, hat eine Kanne Kaffee gebracht.
00:04:34: Aprikosenkuchen das ist ja großartig lieben Dank.
00:04:37: werden wir dann uns nach diesem tollen Podcast damit belohnen?
00:04:39: wahrscheinlich Dieser Hof bei euch, der existiert ja schon wirklich lange.
00:04:45: Also ich hab eben kurz anrufen müssen weil ich nicht wusste welchen Eingang nehme ich jetzt mit dem Auto.
00:04:49: wo parke ich am besten?
00:04:50: und das sind so diese weiß getünchten Mauern.
00:04:52: und da sagst du der ist ja auch schon ein paar hundert Jahre alt.
00:04:55: wie weit geht die Tradition zurück?
00:04:56: Ja der Großhaierhof ist tatsächlich schon über fünfhundert Jahre old.
00:05:00: also wir haben letztens einen Film gehabt Familienärbe NRW Die Obst bauen vom Niederrhein.
00:05:05: Das war eine schöne Staffel über uns sogar unsere Familie Und sie haben kostenlose Ahnenforschung für uns betrieben.
00:05:10: Wir sind wirklich nach Kempten gefahren.
00:05:12: Da hat sich dann ein Archivar eingeschlossen zwei Tage und hat alles über unsere Familie herausgefunden, was es da noch so zu finden gab.
00:05:18: Und da kamen coole Sachen raus.
00:05:19: Das war wirklich klasse!
00:05:20: Also wir haben jetzt auch zum Fest Käppichs drucken lassen.
00:05:22: Da steht Achtzehnundateinundsebzig drauf, Apfelparadies... Da ist der erste Schuhmacher hier auf den Großheierhof gekommen.
00:05:29: Also wir wissen ziemlich viele Eckdaten jetzt wirklich auch.
00:05:31: Wir haben die Kaufurkunde vom Großheyerhof gefunden.
00:05:33: Wir wissen wie viele Äpfel hier früher standen.
00:05:35: also das ist schon cool Erfüllt mich auch mit Stolz, dass ich ein Schuhmacher bin.
00:05:41: Ja super!
00:05:42: Das ist ja was Besonderes.
00:05:43: also ich kann mir hervorstellen das die Kindheit hier auf diesem unfassbar großen Areal auch ein Träumchen war.
00:05:49: Das ist wie so eine kleine eigene Welt.
00:05:51: früher war die Welt eh noch wie man so schön sagt in Ordnung aber heute ist es ja wirklich auch so einen Refugium wo man hinkommt und sich wohl fühlt weil diese Huferheide ja das Natur pur eigentlich
00:06:01: Ja, ist wirklich so.
00:06:02: Also ich weiß doch früher um unseren Großheirhof gegen einen Hofgraben.
00:06:05: da haben wir eine Industriepalette genommen... Kanister drunter und dann sind wir mit dem Stock über den Graben geschippert.
00:06:11: Und ja, es war wirklich super!
00:06:13: Und hier die beiden Schumacher-Höfe der Großheihofen und der Kreuzhof, die stehen auch immer in so einer Verbindung.
00:06:18: auch geschichtlich sag ich jetzt mal... Da weiß man mit meinen Cousins und Cousinen, wir sind von einem Hof zum anderen gelaufen und so war das früher in den Generationen auch.
00:06:26: Die beiden Schummacherfamilien sind wirklich seit deinem Jahrzehnten immer eng zusammen gewesen.
00:06:34: Erlebnis vielleicht auch aus der Kindheit Bernd, wo du gesagt hast Mensch.
00:06:37: also das hat mich vielleicht doch nachhaltig geprägt um irgendwann zu sagen ich möchte die Familientradition fortsetzen und natürlich noch einiges an Ideen drauf setzen.
00:06:47: Also ich muss wirklich sagen mein Vater hat mich lange Nicht aus dem Osobetrieb rausgehalten, aber der hat in der Schulzeit auch immer gesagt Bernd macht deinen Sport.
00:06:54: Macht dein Handball.
00:06:55: Macht deine Freunde.
00:06:56: und wenn ich mich mit anderen Landwirtschaften-Familien manchmal vergleiche denke ich immer die waren schon mit acht, neun, zehn aufm Trecker.
00:07:04: Da muss ich wirklich sagen, das war ich nicht.
00:07:06: Aber ich habe dann irgendwann so mit sechzehn als es dann kam, was muss man denn werden?
00:07:11: Was steht denn an und was kann man entwerden?
00:07:13: Habe ich für mich selber schnell erkannt in dem Alter.
00:07:15: Boah!
00:07:16: Mein Vater ist Obstbauer und ihm geht's eigentlich gut.
00:07:18: Der hat ein schönes Leben, der hat einen tollen Betrieb, der sitzt auf viel im Garten.
00:07:24: also er hat auch nicht nur Stress sag' ich jetzt mal... Und da hab ich schnell gesagt ne, was mein Vater macht, das würde ich auch gerne machen Da fing erst irgendwie der Schalter an, wirklich so umzuklicken.
00:07:34: Und dann war ich in Heidelberg, hab da meine Ausbildung gemacht beim Top Betrieb.
00:07:37: also hat mich mein Vater hinvermittelt und da kamen die ganzen Gedanken als man dann auf einmal sechzehn, siebzehn-achzehn wurde den anderen Betrieb gesehen hat.
00:07:46: Da haben wir damals schon mit den rotfleischigen Sorten angefangen zu experimentieren.
00:07:49: Und da kam von mir ganz viele Ideen.
00:07:51: Aber gerade das Experimentieren liegt ja bei euch so in den Genen drin.
00:07:55: du hast mal grade auch erzählt dein Vater hat viel experimentiert.
00:07:58: Was muss man sich darunter vorstellen?
00:08:00: Also das in den verschiedenen Bereichen wie Kirschen, Aprikosen.
00:08:04: Dass er da wirklich guckt was kann man vielleicht aus einer tollen Sorte oder zwei tollen Sorten noch Neues machen?
00:08:09: oder wie denkt der so der Obstbauer?
00:08:12: Also im Prinzip denken wir so Wir müssen unsere Apfelparadies und Hofläden die müssen so sein dass die Kunden im Prinzip entscheidet der Kunde.
00:08:19: wenn der kunde irgendwann zu mir ein Laden kommt ich sage schon mach jetzt ich werde auch gerne sauerkirschen dann überlege ich auch mich.
00:08:25: schon fast Früher haben wir Sauerkirchen gehabt, die konnten wir nicht mehr verkaufen.
00:08:30: Weil der Preis in den Osteuropa so schlecht war hat mein Vater die alle gerodet und süßkürschen angefangen.
00:08:35: Jetzt mittlerweile denke ich schon wieder umgekehrt vielleicht ruhe dich jetzt auf weil ich mal ein paar Äpfel... ...weil die Kunden mittlerweile nach Sauerkirschen fragen weil sie im LH nicht mehr finden.
00:08:43: Und dann denk' ich mir als Obstbaubach-Sauerkirche anbauen das mache ich eigentlich.
00:08:46: mit links sag ich jetzt mal ist es nicht schwer?
00:08:49: und So geht das.
00:08:50: dann eben sage ich jetzt oder wir hatten Hagel Dann hat mein Vater gesagt oh verdammt die Äpfeln krieg ich eine bessere Wertschätzung aus den Äpfeln jetzt, dann hatte sich damals eine Saftpresse gekauft in den Achtzigern Jahren sag ich mal.
00:09:02: Und dann haben wir den.
00:09:03: aber dann ging das gut.
00:09:04: und wir haben dann auf einmal gesagt oh dann bauen wir diesen Saftzweig aus!
00:09:07: Wir kaufen neue Presse die größer ist, wir können auch einen Flaschen im Nix abfüllen, auch ein Back-in-Box schleuchen...und so kamen immer über die Jahre eins.
00:09:16: zum anderen sag' ich jetzt mal oder auch wir hatten die Aprikosen angefangen in den zweitausenden Jahren.
00:09:20: da hatten wir auf einmal Regen, waren alle Aprikose am Baum kaputt.
00:09:23: Dann haben wir gedacht machen wir ja lass Marmelade kochen.
00:09:26: Dann haben wir super losgezogen.
00:09:28: Welcher Raum am Hof ist noch frei?
00:09:29: Wo kann man eine Marmeladenküche
00:09:31: hinbauen?".
00:09:31: Und dann haben wir sechstausend Aprikosenlehrer gemacht und haben eben probiert, die verregnete schlechte Ernte, die geplatzt ist, irgendwie an den Kunden zu bringen in unseren Apfelparadiesen.
00:09:42: Wenn der dann unter sagt, die Aprikosmarmeladee ist ein Gedicht, dann sagt man, tschaka ich habe alles richtig gemacht!
00:09:48: So macht man mal ne Schorle, ne Rote und ne Gelbe... Also so kommen die Ideen immer.
00:09:55: Meine Frau sagt, wir werden zu viele Ideen.
00:09:57: Stopp erst mal!
00:09:58: Wir müssen die Ideen umsetzen und dann kannst du wieder ein paar neue rausschießen.
00:10:03: Aber die Frau muss natürlich auch ein Stück weit einverstanden sein im Familienbetrieb.
00:10:07: Sie ist voll dabei und unterstützt dich auch.
00:10:10: Ich glaub, über hundert Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen die du hier hast?
00:10:13: Ja genau.
00:10:14: Also wir machen das zusammen.
00:10:15: also sie ist voll dabei und ja ich muss sagen meine Frau arbeitet doch noch mehr als ich manchmal.
00:10:21: Manchmal kriege ich auch immer ein schlechtes Gewissen wenn meine Frauen nach zum Büro sitzen und ich dann manchmal doch zum Sport renne.
00:10:26: Sie ist ein absoluter Workaholic und da muss ich sagen Top sonst wären wir jetzt nicht da wo wir jetzt stehen vielleicht.
00:10:33: Und wer hat die sechstausend Aprikosen-Marmeladengläser gefuttert?
00:10:36: Die habt ihr verkauft oder?
00:10:37: Die haben
00:10:37: er verkauft.
00:10:37: Denkst
00:10:37: du dir nicht selber essen?
00:10:40: Ich dachte deswegen der viele Sport vielleicht im Endeffekt.
00:10:43: Ja, euer Motto lautet ja auch so aus der Region für die Regionen.
00:10:47: das ist ja auch was glaube ich auch die Menschen wirklich inzwischen wieder mehr wert schätzen.
00:10:52: mir geht es immer so.
00:10:53: also gewisse Dinge die würde ich niemals im Supermarkt kaufen.
00:10:56: Also des Obst ja man macht das mal aber ich schmecke direkt den Unterschied und dann ärgere ich mich eigentlich darüber Was verbindet ihr mit dem Motto aus der region für die region?
00:11:06: Was heißt das für Familie Schumacher konkret?
00:11:09: Ja, also im Prinzip bin ich ja doch hier durch meine Apfelbäume und Obst, wo wir hier sehr verwurzelt.
00:11:14: Das passt eigentlich ganz gut!
00:11:16: Und ich bin früher immer so ein Fan vom Gut bei Deutschland gewesen, sag' ich jetzt mal... ...und hab aber immer gesagt, verdammt das kannst du nie machen in deinem Leben!
00:11:22: Du bist ja doch irgendwie an den Großfeierhof gebunden und deswegen muss ich sagen.. Ich gehe hier in der Region auf.
00:11:30: Also ich liebe den Tiffer Forst, ich unterstütze die Handballmannschaft und bin auch Handballtrainer gewesen.
00:11:34: meine Kinder spielen alle Handball.
00:11:36: Ich fahre gerne mal mit Fahrrad nach Campen.
00:11:38: also ich sag mal so wenn man dann irgendwie nicht so viel Urlaub vielleicht kann muss man eben gucken dass man zu Hause ist hat wie Urlaub.
00:11:44: Und ja das lebe ich einfach.
00:11:46: und ich war auch mal lange Zeit in Australien bei den Obstbauern da und sechs Monate und da habe ich wirklich diese australische Mentalität sit back and relax Nichts sie sind ja viel lockerer dieses barbecue gehen viel mehr drin als wir Deutschen.
00:12:00: dann noch und das habe ich auch probiert so ein bisschen vielleicht auch nach Deutschland zu retten, dass man doch irgendwann sagt nee also nur Hamsterrad kann es auch nicht sein.
00:12:09: Also genieße... Ich bin wirklich obstwo aus Leidenschaft!
00:12:11: Und das muss man irgendwie dann auch leben.
00:12:13: Das merkt man auch total.
00:12:16: Dieses große oder die Größe hier hat mich wirklich sehr beeindruckt.
00:12:21: Ich hab eben schon gesagt so das größte zusammenhängende Apfelding was ich mal gesehen habe war einmal bei Dreharbeiten in Südtirol.
00:12:27: Da dachte ich auch mein Gott, Äpfel wie weit das Auge reicht.
00:12:30: Und ich bin wirklich überrascht wenn man hier durch die Hube Heide fährt es sieht ja fast genauso aus also viel fehlt ja nicht mehr.
00:12:36: Ja
00:12:36: dann klar!
00:12:37: Also ich bin auch Südtirol-Fan also davon ab.
00:12:39: wir haben oft jetzt auch Fortbildungen im Ritten.
00:12:42: jeden Winter fahre ich mit einem Obstbauern aus Mainz und einem Obsterbauer aus dem alten Land nach Südturol und da bilden wir uns wirklich fort.
00:12:48: Wir haben auch richtige Freundschaften jetzt schon mit den Südtirolern Tauschen uns aus Mit Sorten, mit Anbau.
00:12:54: Tipps sage ich mal das ist wirklich klasse Und ich liebe Südtirol auch, aber ich sage immer auch den Leuten, wenn die hier mit dem Fahrrad mal fahren.
00:13:01: Hier blüht es auf der Hufe Heide von Ende Februar bis Ende April.
00:13:05: Blütts hier!
00:13:05: Weil Ende Februare geht schon mit der Aprikosenblüte los.
00:13:08: Alleine das sag' ich den Leuten kommt mein Fahrrad in die Hufe Heyde Zwar aprikosenglüte dann über die Kirschblüten, über die Birnenblüter zu Apfelblütern.
00:13:16: Das ist toll.
00:13:17: und wenn ich dann jetzt denke... Jetzt ist die Erntezeit fängt an und da denk' ich auch das ist das nächste Ausflugzieh wo man mir hinfallen kann.
00:13:23: also Mein Vater hat dir früher Bäume geschnitten, da hat er mir gesagt.
00:13:26: Da hat der im Winter keinen einzigen gesehen!
00:13:28: Das war ich allein auf der Uferheide.
00:13:30: mittlerweile nach Corona stellen wir auch fest die Leute ja genießen das mehr kommen vielmehr raus sitzen gerne bei uns hier unter der großen Kastanie und da sind ja die kleinen Sachen die dann schön sind und da bin ich auch wirklich stolz drauf.
00:13:42: halt auch häufig mal ein Quädchen mit den Leuten.
00:13:44: wenn die daraus also stehen sag' ich jetzt mal einen quatschen wir mal Und da freue ich mich jetzt auch übrigens beim Fest Wir machen stündlich dann die Führung um zwölf dreizehn vierzehn.
00:13:56: Ich freue mich einfach auf alle Kunden, Leute die kommen mit denen man reden kann sich austauschen können und denen einfach mal die Hufe heile zu zeigen.
00:14:03: Schön das klingt gut!
00:14:03: Ich hatte meine Apfelpartenschaft im alten Land wo du es gerade erwähnt hast.
00:14:07: also meine Affinität zur Äpfel ist auf jeden Fall auch da.
00:14:09: von daher kann ich die Begeisterung auch total verstehen.
00:14:13: ihr seid ja sehr innovativ unterwegs.
00:14:15: vorhin hatten wir eine Apfelplantage gesehen dass gesagt ihr dünnt auch hin und wieder mal so ein bisschen aus damit alles wieder schön wachsen kann.
00:14:23: Und da hast du das Thema KI erwähnt.
00:14:26: und so was wie demnächst können wir mit unseren Äpfeln sprechen.
00:14:29: Fand ich hochspannend, zumal mittlerweile irgendwie jeder gefühlt über KI spricht?
00:14:34: Was bedeutet KI für dich in der Landwirtschaft konkret?
00:14:36: oder wie kann sie dir dann nutzen?
00:14:39: Ja das ist jetzt, wir haben so eine hochkomplexe Wetterstation die wirklich viele Parameter mehr misst als nur die Temperatur sag ich mal.
00:14:47: Das geht über den Wind, das geht über die Blattnastdauer und unter anderem hat diese Wetter Station auch einen Apfel wird da eingespannt in ein Gestell und wenn der Apfel wächst wächst dieses Gestell mit und dann kann man genau sehen wann wächst dieser Apfel in welcher Stunde.
00:15:07: und dann hat man schon mal direkt festgestellt, verdammt die Äpfel wachsen nur nachts.
00:15:10: Also es ist auch so krass, wusste ich auch noch nicht ein Apfel wächst nur nacht.
00:15:14: also hätte ich auch nicht gedacht Und dann kann man eben sehen das vergleicht man über mehrere Betriebe machen damit und die Sache jetzt mal die Topfapfelbetriebe oder Birnenbetriebel haben dann die besten Daten So, und dann wenn ich jetzt meinen Apfel sich anders verhält als bei den Topbetrieben.
00:15:31: Dann weiß ich auch schon da fehlt vielleicht irgendwas?
00:15:33: Irgendwas scheint dem Apfel zu fehlen dass er nicht die Präsenz abliefern kann, die ich gerne hätte.
00:15:38: Und dann kann ich zum Beispiel okay Ich mache jetzt mal Humus-Dünger an dem Baum und wenn ich dann auf einmal sehe Oh verdammt der Apfel wächst auf einmal besser als vorher!
00:15:47: Dann ist quasi wie gesprochen mit dem Apfel.
00:15:50: und das kann man dann Wenn man mehr Daten hat auch dann nochmal mehr KI da reinbringt Kann man so wie mit dem apfel sogar reden.
00:15:58: Spannend.
00:15:59: Der Hof ist natürlich so das Herzstück, aber ich sag mal aus dem klassischen Obstbarhaste erzählt es über die Yarya.
00:16:04: ein Grund, der hat das Apfelparadies geworden.
00:16:06: Das kennt man ja in der Region.
00:16:08: Wann ist euch denn so klargeworden?
00:16:10: Wir wollen nicht nur des Obst anbauen sondern auch für die Menschen einen Erlebnis oder eine Marke schaffen nämlich das Apfelparadies.
00:16:17: Wanne ist dieser Gedanke gewachsen?
00:16:19: bei denen habt ihr auch kontinuierlich weiter ausgearbeitet.
00:16:22: Ja, genau also den Gedanke hat im Prinzip mein Papa Rudolf und meine Mama Louise.
00:16:27: Und ja die haben dann irgendwann in den siebziger Jahren gesagt da wurde früher alles zu Abstand zentral nach Camp gefahren.
00:16:34: und irgendwann haben die dann gesagt oh das wir müssen einen anderen Weg ausprobieren.
00:16:38: da waren die Preise mal schlechter.
00:16:40: und dann haben die gesagt wie fangen wir der Direktvermarktung an?
00:16:42: Da wurden die früher noch häufig belächelt von vielen weil die gesagt haben hier dreißig Hektar Obstbaue kann man doch nicht irgendwie an den Endverbraucher verkaufen.
00:16:49: es geht doch gar nicht.
00:16:51: Trecker und Anhänger, da stehen und abladen und großkisten und roll rein.
00:16:55: Und dann haben die eben die Kleine hier auf dem Hof angefangen erst in so einem kleinen Schuppen.
00:16:59: Haben gesehen das geht.
00:17:00: Das funktioniert.
00:17:01: Die Leute sind sogar hierhin gekommen weit ab vom Schlag.
00:17:07: Wir müssen zum Städter, wir müssen in die Nähe vom Städtner kommen.
00:17:09: Dann hatte der ein Freund also der quasi eine Pferdeviese hat in Düsseldorf-Wittler und dann hat er quasi Land getauscht, hat ihm Land hier in Tönnisfors gegeben gegen die Wiese im Düsseldoch-Witlar und hat dann da Apfelbäume gepflanzt.
00:17:24: und damit wurde das erste Apfelparadies gegründet.
00:17:27: und ja es ist ganz klein gewesen!
00:17:28: Also erst gab's nur Äpfel bei uns im Hofladen Großkistenweise.
00:17:32: Und irgendwann kam Kegelbruder Johannes Hoefges hier aus Campen, der hat dann da bei meinem Vater Kohl hingestellt mit der Kasse Rotkohl-Weißkowürsing wo die Leute dann ein Euro oder eine Mark damals froh Kohl reinstecken konnten und auf einmal war der Anhänger mal leer.
00:17:48: Ich habe als Apfelparadieses ganz langsam mit Wünschen der Kunden gewachsen und mittlerweile würde ich so sagen das wichtigste für mich sind die eigene Produkte Kern und Steinobst Also alles, was wir aus unseren eigenen Früchten machen.
00:18:01: Die Säfte, die Marmeladen und die Hofbeckerei und Gemüse aus der Region.
00:18:05: Das sind so die Schwerpunkte Und ich stelle mittlerweile auch fest Alles andere wenn ich manchmal zu viel Warengruppen hab Zu exquisite.
00:18:15: also Neunzig Prozent der Produkte, die ich in meinen Apfelparadiesen Verkaufe sind von mir Und das ist schon irgendwie ja das wichtigste.
00:18:23: Also die Süßkirchen, die Pflaumen gehören dazu.
00:18:25: Die Birnen natürlich auch.
00:18:27: Die haben wir eben auch schon mal kurz probiert auf unserer kleinen Rundtour hier.
00:18:31: Du hast gerade schon Wittler erwähnt der neben hier der Hoover Heide Hast du noch mehrere Standorte?
00:18:37: Genau dann haben wir noch das den Apfelparadies Margaretenhof Der kamen im Jahr zwei tausend sechst dazu und da noch ist Apfel Paradies in Merbusch Das kamen zum Jahr zweitausend zehn Dazu Und jetzt haben wir sozusagen im Endeffekt ja vier Standorte mit dem Tönnes Forster standort.
00:18:51: Das ist eben unser Schlüsse, dass wir die Direktvermarktung jetzt eben auch so Gott sei Dank voll leben können und nicht an Großmarkt oder in Versteigungen liefern müssen.
00:19:00: Beim Obstbau ist man natürlich auch... Wir haben gerade schon über die Wetterstation gesprochen, natürlich immer ein bisschen abhängig vom Wetter.
00:19:07: Es gibt immer wieder die Diskussion bezüglich Schädlinge.
00:19:10: Wie geht man damit um?
00:19:11: Wie schützt man das Obst, damit nichts kaputtgeht?
00:19:15: Was haben wir hier in unserer Region für Probleme mit welchen Schädlingen und wie geht ihr da mit diesen Herausforderungen um, gerade wenn es eben so viel Hektar Lanze in dir bewirtschaftet?
00:19:25: Also grundsätzlich muss man erst mal sagen... Wir können uns hier in Tönnis Forst der Apfelstadt an Niederrhein mit jedem Apfelanbaugebiet der Welt messen.
00:19:32: Wir haben hier hervorragende Böden auf der Campnerplatte, wir haben hier wirklich achtziger, fünbenachzige Ackerböden.
00:19:38: Wir sind hier Grundwasser auf drei Meter also in Hülle und Fülle.
00:19:41: ja wie man unseren Hofgraben sieht das ist Grundwasser.
00:19:44: deswegen ist beregnend für uns auch ohne Probleme machbar.
00:19:48: Wir können unsere Kulturen in der Blüte gegen Frost schützen mit Wasser.
00:19:53: Das ist schon mal ein Riesenstandardvorteil.
00:19:54: dann muss man jetzt aber natürlich sagen die andere Seite der Medaille ist.
00:19:58: Der Hagel nimmt immer zu.
00:20:00: hier, ich weiß noch... ...zweifelsen Fünfzehn hat mein Papa zu mir gesagt, ach Bernd, Hagenetze brauchst du nicht!
00:20:05: Das hagelt jedes zehnte Jahr einmal und dann muss es eben akzeptieren.
00:20:09: Ich habe zweitausendfünfzehnt in den Hof übernommen und hatte die ersten drei Jahre hintereinander Hagel, fünfzehnten, sechzehn, siebzehn.
00:20:15: Und dann hab' ich zu meinem Vater gesagt und jetzt?
00:20:18: Ja und dann war für mich auch klar, da stieg die Prämie der Haageversicherung und ich habe gesagt, mein einzigster Weg daraus sind Hagelnetze Und jede Kultur, die ich jetzt neu anlege, lege ich direkt automatisch mit Hagenetze neu an.
00:20:30: Das ist natürlich eine ganz andere Investition.
00:20:32: Man braucht ein stabileres Beton geröst und man braucht stabile Drahtseile, man braucht die Hagenetzte... Ja deswegen ist man dann bei der Neuanlage natürlich schon wieder gerne mal bei der Bank und fragt nach dem Kredit, sag' ich jetzt mal so, ne?
00:20:44: Aber nein das ist eben kostenspieliger!
00:20:47: Aber die Hangenetze stellen wir jetzt auch fest, dass die extremen Temperaturen, die wir gerade hatten mit über vierzig Grad schützen vor Sonnenbrand.
00:20:53: Und so hat man dann mit dem Hagenetz nicht nur den Hagelschutz, sondern mittlerweile auch Sonnenbrandschutz.
00:21:01: Also Ertragssicherung wird immer wichtiger weil die Lohnkosten ja schon steigen.
00:21:06: also die Erntehelfer haben früher sechs Euro bekommen sag ich jetzt mal beim Flücken Jetzt kriegen sie vierzehn.
00:21:11: fast sage ich jetzt Mal.
00:21:14: Früher hat man auch gedacht wenn einer mal langsamer flückt ach das ist egal lass ihn langsame flücken Der Schnitt stimmt.
00:21:19: Man hatte doch weniger Druck, sage ich jetzt mal.
00:21:22: Heutzutage gehe ich in die Kirschplantage rein mit den Flückern und sagt dem Leute wenn ihr nicht zehn Kilo in der Stunde flückt lohnt sich das für mich nicht.
00:21:29: Und dann gucke nämlich an wie?
00:21:31: Ich sehe ja da ist eben die Lohnkosten sind da eben werden immer mehr ein entscheidender Faktor.
00:21:36: und da muss man eben auch gucken wo entwickeln wir uns.
00:21:39: Ich überlege jetzt schon eine neue Apfelreihenpflanze.
00:21:42: Wie pflanze ich die?
00:21:43: dass ich vielleicht mit Ernteroboter in zehn Jahren die ernten kann Weil wir haben Dauerkulturen, wenn ich jetzt neue Äpfel oder neue Birnen pflanze.
00:21:50: Pflanzen sich die eigentlich für den nächsten dreißig Jahre.
00:21:53: Und da muss ich jetzt schon gucken was vielleicht in zehn Jahren sein könnte und das kommt bestimmt.
00:21:58: also der Apfel Erntoroboter wird kommen
00:22:01: verstehen Viele kennen natürlich das Apfelparadies erstmal wegen der Früchte.
00:22:06: Jetzt haben wir gerade auch eine leckere Shawl auf dem Tisch stehen mit eurem Logo drauf,
00:22:10: d.h.,
00:22:10: ihr verarbeitet ja eure Produkte weiter!
00:22:12: Das ist nicht nur so dass hier Äpfelbühnen, Kirschen und Pflaumen rumliegen oder Aprikosen.
00:22:16: Ihr habt Säfte, Schaulen, Fruchtaufstriche Mousse Kuchen und Brot und wir haben gerade mal im Blick in die Bäckerei, die Hofbäckerei geworfen Das duftet hervorragend, also wir werden es ja gleich mal probieren.
00:22:28: Wir müssen da gleich mal ein Foto für Insta machen von diesem tollen Kuchen damit die Leute sich vorstellen können unsere Hörer was man ja alles schönes futtern kann gerade jetzt auch am Wochenende beim Hof fest.
00:22:38: Was macht das denn für euch so sinnvoll auch?
00:22:40: Auch wirtschaftlich vielleicht zu die eigenen Früchte weiterzuverarbeiten.
00:22:44: Ja, ich kann gerne mal ein Beispiel anbringen.
00:22:46: Wir hatten jetzt den Apfelblütenlauf in Forst.
00:22:48: da sind wir auch Hauptsponsor und ich hatte dieses Jahr das erste Mal dass sich zu viele Äpfel geerntet hat.
00:22:54: also es hatte ich sonst nie irgendwie als immer gut hingehauen.
00:22:56: Ich habe alles irgendwie mal vom Markt bekommen Und diesjahr stand ich im Kühlhaus und da stand noch drei hundert Kisten Äpfeln.
00:23:01: und dann hab' ich grad verdammte Axt was machst du jetzt mit den Äpfelen?
00:23:04: Und dann hab´ ich grad...ich muss jetzt alles probieren Aber wenn eine Schwesterankrufe so lehnt Du musst mehr Trockenfrüchte machen Wir müssen die besseren Laden hinstellen Dann fiel mir ein Oh!
00:23:12: Ich hab mein Apfel Ingwersaft getrunken in Belgien und der war Hammer.
00:23:15: Und dann habe ich zu meinen Mitarbeitern im Saftraum gehört, so Miau, ich brauche einen Apfel Ingwersaft, der super schmeckt!
00:23:20: Dann sind wir losgezogen zum Großmarkt haben Bio-Ingwer aus Brasilien gekauft und haben den Apfel IngwerSaft bei uns selber probiert zu machen.
00:23:28: Den hab' ich dann mit zum Paddle Training gebracht und hab' der Mannschaft den Credenz.
00:23:31: und die haben gesagt, boah ist so was leckeres, haben die noch nie getrunken... Mega!
00:23:35: Direkt in die Produktion gehen, sechstausend Flaschen machen.
00:23:37: In die Läden rein und Apfel Ingwersaft machen.
00:23:40: Dann haben wir doch dazu beim Apfelblütenlauf noch Apfelrote Betesaft gemacht.
00:23:45: Also das ist dann eben für uns... Und man kann eben sagen wenn ich die Äpfel da stand ich vor der Wahl entweder kippe ich sie auf dem Lkw und kriege fünf Kilo acht Cent oder ich mache noch irgendwas draus was sich selber cool finde und der Kunde kauft dann im Apfelparadies die Flasche mit dem Apfelingwersafft und denkt selber Wow, cooles Produkt.
00:24:03: Also wir haben extra da mega Saftsochten reingegeben.
00:24:06: also wir haben da Suri rein gegeben Pinova ein paar Brebeln und Elster und das schmeckt man.
00:24:13: ich hab Auf eure Website auch gelesen, es gibt so einen ganz besonderen Apfel.
00:24:17: Einen rotflaschigen eigens gekreuzten Wildapfel.
00:24:21: Das klingt ja sehr abenteuerlich.
00:24:22: erstmal!
00:24:23: Wie kommt man auf die Idee für so ein Produkt?
00:24:25: Du hast vorhin gesagt dass ja auch eure Kunden ganz oft über Geschmacksrichtungen so ein bisschen mitentscheiden.
00:24:30: beziehungsweise ist er für euch auch so ein bißchen... Ja da hört man ja so eine Tendenz.
00:24:34: also was kommt an beim Kunden?
00:24:36: Also für mich jetzt ganz wichtig der Geschmack.
00:24:40: Der Kunde darf jede Frucht bei uns im Apfelparadies auch probieren.
00:24:42: Bevor ihr die Kirschen kauft, kann er sie probieren bevor du die Aprikosen kaufst.
00:24:45: Bei den Äpfeln ist immer so ein Ausstecher dabei.
00:24:48: Deswegen für mich geht es sehr viel über Geschmack.
00:24:50: Ich bin auch einen Apfelfan und ich kann auch mal wenn der Apfel super ist zwei hintereinander essen Und so will ich auch probierend in Zukunft meinen Anbau aufzustellen!
00:24:57: Ich hatte früher immer wieder mal Kirschsorten oder Apfelsorten Aprikosensorten dabei, die nicht geschmeckt haben Mir selber nicht Und hab' immer festgestellt Die kann ja auch schlecht verkaufen.
00:25:06: Da stehe ich nicht hinter Weil ich immer denke Ja gut, okay.
00:25:10: Musste jetzt irgendwie verkaufen, hast ja produziert aber ich war kein guter Verkäufer darin.
00:25:15: Wir haben mal süßkrischen selbst geflückt.
00:25:16: da kam Italiener zu mir an und er hat zu mir gesagt Herr Schumacher in Italien schmeckt in die Kirche viel fester und süßer.
00:25:22: Und dann habe ich ihm gedacht der hatte gerade die Sorte Early Corvik geflügt.
00:25:25: das ist eine Sorte die hab' ich damals viel gepflanzt weil man dachte die wäre gut Die sahen nur schön ausschmeckte aber nicht und war weich!
00:25:31: Dann habe ich nur gedacht Der Mann hat richtig... Aber der hat sie gekauft.
00:25:35: und ich bin abends zur Frau reingegangen und habe gesagt Tanja ich kann es nicht mehr.
00:25:38: ...morgen säge ich diese ganzen Reihen um.
00:25:40: Und das war, glaube ich ein halber Hektar Early Corvick... ...das waren glaube ich fast tausend Bäume die ich da umgesägt habe und da hab' ich gar nicht pflanzt sie neu!
00:25:50: Jetzt stehen da andere Sorten.
00:25:51: das jetzt schon irgendwie fünf Jahre her... ...und ich denke genau das richtige was ihr gemacht hast.
00:25:56: Geschmack ist wichtig.
00:25:57: und auch bei dem rotfleischigen Apfel nochmal kurz dazu den haben wir vom Berufskollegen Peter Stoppel aus Cresbon kennengelernt damals in nineteen-neinzig Und mein Vater hat dann mit dieser Sorte angefangen zu kreuzen.
00:26:11: Das ist eigentlich die Sorte Weirusch, das eine ganz alte Sorte aus Frankreich, die hat innen, ist die Feuerrot.
00:26:16: Schmeckt aber zu säuerlich und nicht gut lagerfähig!
00:26:18: Mittlerweile sind wir bei der dritten Generation Kreuzung von meinem Vater angelangt und ich kann sagen bald haben wir ne rotfleischige Apfelsorte, die so gut schmecken wie AIDS da... ...und das wird für uns nochmal vom Apfelparadies ein Riesenerfolg sein.
00:26:30: Der schönste auch am Wochenende wenn man mal vergessen hat irgendwas einzukaufen.
00:26:34: Man kann bei euch so'n SB-Automaten finden.
00:26:37: Wie funktioniert das Ganze?
00:26:38: Der steht vor dem Hof dann.
00:26:40: Ja genau, der SB-Automaten hier in Forst war eigentlich der Grund weil hier viele Forster an St.
00:26:44: Tünze angekommen sind.
00:26:46: Dann gesagt haben wir, du machst dir beim TV-Force Werbung oder hier irgendwie wo kann ich deine Produkte kaufen?
00:26:50: Da hab' ich gedacht ja musst du nach Düsseldorf in La Fanda mehr von Strimmen und Mößkappellen.
00:26:54: Da haben die Mütze mir gesagt, danke schön Bernd!
00:26:56: Das war jetzt gut dass du das gesagt hast.
00:26:58: Und dann habe ich gesagt ne ok wir brauchen auch hier ein tünnes Forst einen Automaten wo eben auch die Leute gezielt unsere Suri App für kaufen können oder jetzt unsere Kirschen unserer Aprikosen und haben den dann vom Großheierhof gesetzt und mittlerweile ist es Ausflugziel für die Fahrradfahrer geworden.
00:27:12: Es kommen viele Kunden gezielt eben hier unsere Produkte kaufen Und ich hätte früher nie gedacht, dass die Leute... Ja, früher habe ich noch mit meinem Vater Schilder aufgestellt.
00:27:20: Das weiß ich noch, wo wir an jede Straßenkreuzung Schilderdotzenen-Pfeile einmal links rum, einmal rechts rüber wieder so versteckt liegen.
00:27:27: und mittlerweile entschmutzig manchmal weil mittlerweile mit Google Maps und Instagram und so die Leute klicken irgendwo auf ihr Handy drauf und finden locker meinen Automaten der irgendwo in einer Pumper steht.
00:27:37: Ich bin eben durch eine wunderschöne Walnuss Allee!
00:27:40: Gefahren und bin quasi direkt drauf zugefahren.
00:27:42: Also es ist ein bisschen verwunschen hier, tatsächlich habe ich selbst gestaunt Ich wohne selber vom Niederrhein aber dass immer noch Ecken gibt die unentdeckt sind Und auch so ein bisschen wild geblieben sind.
00:27:53: Du hast mir eben so einen Bussardpärchen gezeigt und ihr macht ja auch was für die Tiere weil er festgestellt hat irgendwie das ist So ein Refugium für die Natur wo auch die Tiere sich zunehmend Wohler fühlen die man schon fast gar nicht mehr so wahrgenommen hat hier an der Region.
00:28:08: Was passiert da so alles auf eurer großen Wiese?
00:28:11: Ne, das stimmt wirklich.
00:28:11: also wir... Ich weiß noch früher als mein Opa hatte auch immer hier die Treibjacht er war leidenschaftlicher Jäger.
00:28:17: und ich weiß mal als ich Kind war dann lagen hier immer Versahnen in unsere alten Scheune aufgereiht.
00:28:23: Lass es wirklich hundert-zwarhundert Stück gewesen sein in der Reihe Und mittlerweile ist das total verloren gegangen.
00:28:29: Wir haben festgestellt, hier sind die Fasaden wirklich weniger geworden im Gegensatz zu früher.
00:28:34: und dann haben wir uns hier in der Hofweite zusammengesetzt mit einem Cousin Dirk, er ist auch Jäger, der hat gesagt werden wir müssen was machen, dass das wieder mehr wird und der lässt gezielt Flächen stehen, die lang wachsen.
00:28:44: ich lass gezielt flächen stehen mit mehr jungen Blütenmischung, die war langwachsen.
00:28:49: Und da haben wir mittlerweile schon eine beträchtliche Fläche, wo wir jetzt eben okay keine Äpfel drauf anbauen.
00:28:54: Aber eben was für die Tiere tun und wir merken beide schon, wenn man das schon über Jahre, dass es wirklich besser wird.
00:28:59: Also wir haben wirklich einen Bus, die Bussade fühlen sich hier wohl versahnen werden mehr.
00:29:04: Die kriegen dann die Deckung, die sie brauchen.
00:29:07: und ja, das macht Spaß!
00:29:08: Ich bin einfach ein Naturfan und liebe das selber den Tier zu beobachten hier.
00:29:13: Ja und schön für die Tiere, dass Sie eben einen Rückzugsort natürlich auch haben.
00:29:17: Ich habe es eingangs schon gesagt, Kirsch- und Aprikosenerlebnestag am Wochenende bei euch also ist dafür nicht nur gepflückt und gegessen werden ihr bietet auch für die Familien und auch für kleine ganze Menge an.
00:29:29: was wird man davor finden wer dann ab Freitag zu euch kommt?
00:29:33: ja weil sich eben auch super finde ich selber gerne mal aus kirchskern weitspucken und ich finde das eigentlich ein cooles event.
00:29:37: ich stelle immer fest wie gut Wie weit manche Leute spucken können.
00:29:41: Es gibt verschiedene Techniken, ich weiß wie es geht aber ich sehe immer wieder Leute die besser spucken könnten als ich!
00:29:46: Also wir bauen eine Kirschkehren-Spuckbahn auf, da gibt's auch coole Preise für den besten Spucker.
00:29:51: Dann haben wir ne Hüpfburg und wir haben ne Torwand vom Apfelparadies.
00:29:55: Wir haben einen Treckerfahren, wir bauen für die etwas kleineren Kinder ein Trecker auf.
00:29:59: Den leiten.
00:29:59: meine vier Azubis, ja wir haben auch zwei Azubises aus Kamerun, die dürfen an ihren Treckerstand machen.
00:30:04: also wir haben Führungen, die wir anbieten.
00:30:06: Ich will auch den Leuten wirklich mal die Hofbeckere zeigen denen einfach mal zeigen Leute so machen wir noch Kuchen mit eigenen Früchten mit viel Handarbeit.
00:30:13: Wenn ihr sowas haben wollt ist das Das wollen wir und einfach selbst flücken gehen.
00:30:20: Die Leute können Aprikosen flücken, die können Kirschen flücken.
00:30:22: Ich habe früher immer selber gesagt es gibt nichts besseres als eine Kirsche, die man selbst flückt.
00:30:27: Seitdem wir Aprikosen haben sage ich okay die Aprikose ist mir das genauso gut weil die man im Supermarkt bekommt.
00:30:33: die harten festen Dinger haben nichts damit zu tun wenn man hier eine aprikose genussreif vom Baum isst und dass muss man einfach mal machen und naschen ist ausdrücklich erlaubt.
00:30:43: Das
00:30:43: klingt lecker.
00:30:44: Super!
00:30:45: Es gibt natürlich ganz, ganz viele Informationen in dieser Podcast-Episode.
00:30:48: aber da wir jetzt gerade wirklich unmittelbar vor dem bestehenden Fest aufzeichen lohnt es sich natürlich für alle die die Folge auch direkt hören nochmal per gezielte Infos rauszugeben von welchen Uhrzeiten reden wir wann geht's los an welchen Tagen genau und was?
00:31:03: ja empfiehlt es zu den Leuten.
00:31:05: Mit dem Fahrrad kommen wahrscheinlich am besten Parksituationen, denke ich
00:31:07: auch.
00:31:07: Ja genau, also mit dem Fahrradykommen ist natürlich besser auf jeden Fall.
00:31:11: aber wir haben eben auch gerade festgestellt dass wir um die unsere Obstplantagen auf viele Parkplätze haben.
00:31:17: Also bitte beim Fahrrad kommt wer besser.
00:31:18: und ja wir haben die Öffnungszeiten, also wir sind da Freitag, Samstag, Sonntag von neun bis achtzehn Uhr.
00:31:24: Also ich habe gesagt, einfach mal irgendwann am Wochenende hat bestimmt jeder irgendwann mal Zeit.
00:31:28: Ich weiß ja mittlerweile die Wundenenden stellt man da selber fest und immer verplant irgendwie.
00:31:32: aber kann sich jede irgendwie seinen Time slot rausholen einfach mal vorbeikommen.
00:31:37: Ja, aber es fühlt sich definitiv wie Urlaub an wenn man bei euch auf den Hof kommt.
00:31:40: wir werden die Infos zum Fest auch nochmal in den Show noch zu dieser Podcast Episode natürlich reinsetzen.
00:31:46: Es war unfassbar spannend.
00:31:48: tolle Einblicke in die Familientraditionen in eure ganzen Arbeitsabläufe Berndt.
00:31:52: vielen Dank für diese Einblickel.
00:31:54: trotzdem interessiert mich noch eins.
00:31:55: Ich sehe ihr seid unfassbar innovativ unterwegs, ich glaube du bist auch keiner dem die Ideen irgendwann ausgehen.
00:32:01: Gibt es so irgendwas wo du sagst also das möchte ich noch unbedingt umsetzen bis vielleicht irgendwann mal die Kinder den Hof weitermachen?
00:32:08: Gibt's da so ein Ziel noch?
00:32:10: Manchmal hat man ja so Ziele im Leben wo man sagt also das will ich noch!
00:32:13: Ja mein Ziel ist glaube ich einfach nur dass ich sagen kann dass meine Kinder wenn sie soweit sind...ich meine die älteste Tochter ist jetzt fünfzehn..dass die wirklich einen Betrieb übergeben bekommen der also quasi mit den Gegebenheiten, mit der Zukunft Stand halten kann und es sich lohnt den zu übernehmen.
00:32:29: Und das ist einfach mein Ziel, wo ich jetzt darauf hinarbeite.
00:32:31: Da sich dir eine gute Plattform geben will... ...wo ein Obsortrieb dasteht der mit der Zeit geht, der innovativ ist und der sich lohnt zu übernehmen.
00:32:39: Also das ist eigentlich mein Ziel!
00:32:41: Ich will gar nicht so großartig viel neu machen oder verändern sondern ich will das was ich mache vielleicht noch ein Stück weit ausfeilen und besser machen damit irgendwann meine Kinder genauso wie ich einfach begeistert sind.. ..und vielleicht auch das Familienjahr beantreten sowie ich
00:32:55: Ein schönes Schlusswort und eine Podcast-Folge glaube ich, die passend an nicht sein könnte für Frisch & Verwurzelt.
00:33:01: Also ich finde es ja auch schön als Moderator diese Einblicke in die Betriebe, in die Höfe zu bekommen – das war heute ein ganz besonderer!
00:33:08: Ich wünsche euch weiterhin so viel Spaß an der Arbeit weil ihr habt ja alle definitiv und ganz, ganz viel Erfolg fürs Hof fest!
00:33:14: Danke schön!
00:33:23: Hofgeschichten vom Niederrhein, der Podcast über
00:33:26: Direktvermarkter
00:33:28: aus unserer Region.
Neuer Kommentar